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Die Geschichte meines Krafttierschmucks

Lassen Sie sich von meinen Bildern inspirieren

Vor einigen Jahren nahm ich an einem indianischen Ritual teil. Es handelte sich um meine erste Schwitzhütte. Eine Schwitzhütte ist ein iglu-artiges Gebilde aus Weidenruten, das mit Decken blickdicht bedeckt wird. Nach und nach werden in ein Loch in der Mitte glühende Steine gelegt, die mit Kräutern berieselt und mit Wasser übergossen werden (ähnlich dem Prinzip der Sauna). Durch die Dunkelheit und Hitze wird man sehr auf sich selbst zurückgeworfen – es gibt so gut wie keine Ablenkung von außen.

Während dieser Zeremonie begegnete mir mein Krafttier. Als würde ich plötzlich nicht mehr in der Schwitzhütte sitzen, sondern auf dem Rücken eines Adlers über weite Ebenen eines wunderschönen Landes fliegen. Dieses Gefühl, diese Bilder waren einfach überwältigend. Mit der Zeit änderte sich das Gefühl – ich saß nicht mehr auf dem Rücken des Adlers – ich war der Adler! Meine Arme waren befederte Schwingen und meine Stimme wandelte sich zu kehligen Schreien.

Mitten in diesem Moment rief der Schwitzhüttenleiter zu einer Pause zwischen den Runden auf. Wir verließen die Hütte und er empfahl uns, bei uns selbst zu bleiben, nicht miteinander zu sprechen, in dem Gefühl zu bleiben, was gerade in uns war. Ich setzte mich auf einen Baumstumpf neben der Hütte und kam mir vor wie in Trance. Plötzlich merkte ich, wie sich meine Oberlippe verformte. Sie fühlte sich an, als würde sie die Form eines Schnabels annehmen. Ich befühlte sie und auch meine Finger nahmen diese Verformung wahr. Mein Verstand fing an zu rebellieren: Was passiert denn hier? Bilde ich mir das alles ein? Wie soll das denn funktionieren? Aber - ich fühlte es in mir und an mir!

Die Lippe wurde wieder zu meiner menschlichen, als wir zurück in der Hütte waren. Der Adler und dieses Gefühl der Freiheit waren in den letzten Runden der Schwitzhütte weiterhin präsent und es war mir plötzlich möglich, mein Leben, meine Probleme, meine derzeitige Situation aus der Vogelperspektive zu betrachten und somit mit einer neuen Sicht zu erfassen.

Als die Zeremonie beendet war, erzählte ich meiner Freundin, die ebenfalls mit dabei war, von meinen Erlebnissen. Sie sah mich an und sagte: „Ich habe Dich auf dem Baumstumpf gesehen und Deine Oberlippe sah wirklich aus wie ein Raubvogelschnabel!“ Mein Verstand konnte das alles nicht so recht fassen – aber der Verstand ist eben sehr begrenzt und nimmt Dinge anders wahr als unser Instinkt oder unsere Intuition. Auch das wurde mir damals bewusst. Zu erleben, dass dieses wunderbare Tier mich mit seinem Wesen erfüllte, gab mir Kraft. Kraft, die mir als Mensch fehlte, die aber tief in mir, tief in meinem Wesen verankert war. Von diesem Tage an gelang es mir immer schneller, mich aus inneren Konflikten, Ängsten, Kopfkino usw. zu befreien. Mein innerer Adler half mir, diese behindernden Dinge aus der Vogelperspektive, entsprechend auch mit mehr Abstand zu betrachten und nicht mehr daran zu verzweifeln.

Diese Augenblicke wollte ich festhalten, und gab dem Tier eine Gestalt in einem silbernen Anhänger, den ich fortan immer bei mir trug. Seine Kraft begleitet mich – bis heute. Seither ist mein Adler oft da, um mich mit in die Lüfte zu nehmen, um mit ihm zu fliegen – immer wieder aufregend, befreiend, ein wundervolles Gefühl!

Später fand ich ein Buch über die Bedeutung von Krafttieren, und entdeckte, dass diese einzigartige Begegnung, die ich erfahren hatte, bei anderen Menschen andere Gestalt annimmt – andere Tiere, andere Begegnungen.

Dies brachte mich schließlich auf die Idee, auch anderen Menschen durch einen persönlichen Krafttier-Anhänger ein schützendes Zeichen, einen Begleiter und eine Quelle der Kraft für den Weg zu mehr Zufriedenheit, Lebensfreude und Glück zu geben.